Entwickelt eine eigene philosophische Fragestellung, bearbeitet sie im Team mit mindestens vier Theorien, diskutiert sie mit der Klasse und begründet am Ende eure persönliche Position.
Ihr entwickelt eine philosophische Fragestellung eurer Wahl, bearbeitet sie im Team, bereitet sie anschaulich auf und präsentiert eure Ergebnisse der Klasse.
Gruppenarbeit mit 3–4 Schüler.
PowerPoint (pptx) und Handout (PDF).
Frei, aber philosophisch relevant.
Eure Antwort betrachtet die Frage aus verschiedenen Perspektiven und stützt sich auf mindestens vier philosophische Theorien. Danach wird das Thema an einem praktischen Beispiel kontrovers diskutiert. Zum Schluss begründet ihr im Fazit ausführlich eure persönliche Position.
Eine gute Frage macht Selbstverständliches fraglich.Kriterium aus dem Auftrag
Eure Frage sollte gut überlegt und genau formuliert sein und ein Problem aufwerfen, das entweder
als selbstverständlich gilt, obwohl es das vielleicht nicht ist, oder
über das man so noch nicht nachgedacht hat.
Was hat euch zuletzt irritiert oder empört? Eine Nachricht, ein Film, eine Regel in der Schule, eine Situation im Alltag. Aus Verwunderung entstehen die besten Fragen.
Welche zwei Dinge haltet ihr beide für richtig, die aber nicht zusammenpassen? Zum Beispiel „Jeder soll frei entscheiden“ und „Manches muss verboten sein“.
Was gilt bei uns als selbstverständlich? Fragt: „Warum gilt das?“, „Woher wissen wir das?“, „Wäre es auch anders denkbar?“
Fragen nach Tatsachen beantwortet die Wissenschaft. Philosophisch wird es bei „Darf man …?“, „Soll man …?“, „Was bedeutet …?“ und „Was ist wirklich …?“.
Welche Wörter in eurer Frage sind unklar, etwa „Freiheit“, „Gerechtigkeit“ oder „Bewusstsein“? Legt fest, was ihr damit meint. Oft steckt hier schon das eigentliche Problem.
Formuliert dieselbe Frage dreimal: weit, mittel, eng. Nehmt die Fassung, die genau ein Problem benennt und sich in einem Satz sagen lässt.
Fragt zwei Mitschüler. Geben sie zwei verschiedene Antworten mit guten Gründen, dann habt ihr eine philosophische Frage. Antworten beide sofort dasselbe oder sagen „Weiss ich nicht“, überarbeitet sie.
Hakt ab, was auf eure Formulierung zutrifft:
Quellen müssen korrekt angegeben werden, und der Einsatz von KI muss klar dokumentiert sein. Beides fliesst in die Bewertung des Handouts ein.
Tipp: Der Vortrag enthält auch eure eigene Position. Plant sie fest in die 30 Minuten ein, damit sie nicht zu kurz kommt.
Die Frage ist interessant und präzise formuliert.
Der Bezug zur Philosophie wurde hergestellt und das Problem aus neuen Perspektiven beleuchtet.
Fachbegriffe wurden verwendet, die Sprache entspricht jedoch dem Niveau der Vortragenden.
Die Theorie wird anhand konkreter Situationen verdeutlicht.
Die Diskussionsfrage regt zum Mitreden an, und die Debatte wurde gut moderiert.
Das Fazit besitzt reflexive Tiefe und zeigt den persönlichen Charakter der Vortragenden.
Ansprechend gestaltet, sauber strukturiert, präzise Stichworte, nicht überladen.
Sauber formatiert, angemessener Umfang, korrekte Quellenangaben, KI-Einsatz klar dokumentiert.
Zeitvorgaben eingehalten, insgesamt fehlerfrei.
Angemessene Vorbereitung, generell frei vorgetragen.
Motivation, Auftreten, Körpersprache.
Wie überzeugend und originell wirkt das Projekt insgesamt?
Die Punktzahl pro Kriterium ist hier als Annahme (0–5) gesetzt, denn das Raster im PDF nennt keine Gewichtung. Die Kriterien sind aus dem Bewertungsraster zusammengefasst. Nur eine Orientierung zur Vorbereitung: Die Note vergibt die Lehrkraft.